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Lutherischen Tag 2019

500 Jahre Leipziger Disputation

 am Tag der Apostel Petrus und Paulus

Samstag, den 29. Juni 2019 in Leipzig ein kleiner Rückblick

Begonnen wurde der Tag, der zugleich ja der Gedenktag der Apostel Peter und Paulus war, mit einem Gottesdienst in der Universitätskirche St. Pauli. Die Predigt hielt Probst Andris Kraulins aus Riga. Der Gottesdienst wurde von Bischof Voigt (Hannover) geleitet. Der Dekan Prof. Dr. Leonhardt begrüßte zu Beginn der Tagung die rund 50 anwesenden Gäste darunter auch Oberkirchenrat Dr. Andreas Ohlemacher aus dem Amtsbereich für die Vereinigte Evangelische-Lutherische Deutschlands (VELKD) des Kirchenamtes der EKD.
Der Kirchenhistoriker Dr. Michael Beyer (Leipzig) betonte dabei die kirchenhistorische Bedeutung des Ereignisses von vor 500 Jahren. Martin Luther habe bei der Disputation sich zum ersten Mal das reformatorische Prinzip des sola scriptura (Allein die Heilige Schrift) öffentlich betont.
Prof. Dr. Peter Zimmerling, Lehrstuhl für Praktische Theologie an der Universität Leipzig, sagte bei dem Treffen der lutherischen Christen aus ganz Deutschland, die Leipziger Disputation verpflichte die Kirche dazu, stärker nach der Bedeutung der Bibel, der Beichte und dem allgemeinem Priestertum zu fragen. Es gelte, die Bibel wieder stärker positiv ins Gespräch zu bringen, Menschen Mut zur Beichte zu machen und eine gabenorientierte Einbindung von Gemeindegliedern stärker anzustreben.
Der nächste Lutherische Tag soll am 20. Juni 2020 ebenfalls in Leipzig stattfinden.

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neu erschienen:

„Die bleibende Bedeutung der lutherischen Reformation“ – Lutherisch Glauben Heft 9

Das Heft dokumentiert die theologische Arbeit des Werkes von 2015-2017 und umfasst im Wesentlichen die Vorträge der Lutherischen Tage. Im Mittelpunkt steht das 500jährige Jubiläum der lutherischen Reformation.

Das Heft kann hier bestellt werden.


Martin Chemnitz, Handbuch der vornehmsten Hauptteile der christlichen Lehre.

Band 1 der Reihe Bibliothek lutherischer Klassiker, herausgegeben von Prof. Dr. Thomas Kothmann

ISBN: 978-3-946083-32-0; Preis: € 14,80; 204 Seiten, Hardcover mit farbigem Lesebändchen, Dezember 2018.

Im Juli 1568 wurde Martin Chemnitz beauftragt, die Reformation im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel einzuführen. Dazu veranstaltete er im gleichen Jahr Visitationen. Erschwert wurde der Neuanfang durch mangelnde Kenntnis reformatorischer Lehre. Neben der Kirchenordnung veröffentlichte Chemnitz im folgenden Jahr das vorliegende Handbuch. Es sollte den Pfarrern nicht nur vor der Ordination als Leitfaden für ein angemessenes Verständnis evangelischer Lehre dienen, sondern auch zweimal jährlich zu deren Auffrischung und Vertiefung. In seiner allgemeinverständlichen Erläuterung reformatorischer Schlüsselbegriffe half er Geistlichen, die Lehraussagen gründlich zu verstehen. Über seine Zeit hinaus weist er damit auch Wege, wie christliche Lehre dem „gemeinen Mann“ in gewöhnlicher Sprache vermittelt werden kann.

Das Handbuch wurde in heutiges Deutsch übertragen. Es behandelt in Frage-Antwort-Schema die zentralen Fragen des christlichen Glaubens aus lutherischer Sicht und eignet sich so besonders als Nachschlagewerk und Kommentar zum Bekenntnis. Gerade auch für den Alltag ist es durch seine prägnante Gliederung gut geeignet. Ein Bibelstellen- und Namensregister geben zusätzlichen Überblick.

Bestellbar im Webshop des Verlags oder in jeder guten Buchhandlung.


Was deutet das Siegel unseres Werkes?

Unser Siegel zeigt den Grund unserer Arbeit: Das Wort Gottes, wie es uns in der Heiligen Schrift offenbart ist und Christus bezeugt, Taufe und Abendmahl als sicht- und greifbare Orte der Gegenwart Christi in der Kirche (Realpräsenz), welche er selbst gestiftet hat und die Beichte als Vollmacht der Kirche, die Sünde zu vergeben. Auf der reinen Verkündigung des Wortes Gottes und dem demgemäßen Reichen der Sakramente allein besteht die Einigkeit der Kirche – und erst, wenn beides gewährleistet ist, kann es eine einige Kirche geben (CA 7). Dem dient die Arbeit des Einigungswerkes.